Auffindbarkeit · 06. September 2026
Google-Unternehmensprofil: die sieben Felder, die den Unterschied machen
Die meisten Menschen sehen Ihr Google-Profil, bevor sie Ihre Webseite sehen. Sieben Felder entscheiden, ob sie anrufen oder weiterscrollen.
Wer in Frankfurt nach einem Friseur, einer Bar oder einem Handwerker sucht, bekommt zuerst die Karte mit drei Einträgen. Das ist das Google-Unternehmensprofil, und für viele Betriebe ist es der Ort, an dem Kunden zum ersten Mal auf sie treffen. Die Webseite kommt erst danach, wenn überhaupt.
Umso erstaunlicher, wie viele Profile verwaist sind: Öffnungszeiten vom letzten Jahr, ein Foto vom Tag der Eröffnung, keine Antwort auf Bewertungen. Das Profil wirkt dann wie ein Betrieb, den es vielleicht gar nicht mehr gibt. Sieben Felder bringen das in Ordnung.
1. Die Hauptkategorie
Google sortiert Betriebe nach Kategorien, und die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchen Sie überhaupt auftauchen. „Restaurant" ist etwas anderes als „Italienisches Restaurant", „Friseursalon" etwas anderes als „Barbershop". Wählen Sie die engste Kategorie, die auf Ihr Kerngeschäft passt, und ergänzen Sie weitere nur, wenn Sie das Angebot tatsächlich haben.
2. Öffnungszeiten, inklusive Feiertage
Falsche Öffnungszeiten sind der häufigste Grund für schlechte Bewertungen, die nichts mit der eigentlichen Leistung zu tun haben. Jemand steht vor verschlossener Tür, weil Google „geöffnet" sagte. Pflegen Sie die regulären Zeiten, tragen Sie Feiertage ein und nutzen Sie die Funktion für vorübergehende Änderungen bei Urlaub oder Umbau.
3. Name, Anschrift und Telefonnummer, überall gleich
Suchmaschinen vergleichen die Angaben auf Ihrem Profil mit denen auf Ihrer Webseite, in Branchenverzeichnissen und auf Kartendiensten. Weicht die Schreibweise ab, etwa „Str." gegen „Straße" oder eine alte Telefonnummer in einem Verzeichnis, sinkt das Vertrauen in alle Angaben. Legen Sie eine verbindliche Schreibweise fest und übernehmen Sie sie zeichengenau.
4. Fotos, die den Betrieb zeigen
Außenansicht, Innenraum, das Team, die Arbeit. Kein Logo als einziges Bild, keine Symbolfotos aus dem Bildarchiv. Menschen entscheiden in Sekunden, ob ein Ort zu ihnen passt, und sie entscheiden anhand von Bildern. Ein neues Foto im Monat reicht, damit das Profil gepflegt wirkt.
5. Leistungen oder Produkte
Das Profil hat einen Bereich für Leistungen mit Preisen oder Preisspannen. Wer ihn füllt, taucht auch bei Suchen nach der Leistung auf, nicht nur nach der Branche. „Balayage Frankfurt" findet den Salon, der Balayage als Leistung eingetragen hat.
6. Antworten auf Bewertungen
Jede Bewertung verdient eine Antwort, die guten ebenso wie die schlechten. Die Antwort lesen nicht nur die Bewertenden, sondern alle, die überlegen, ob sie kommen sollen. Eine sachliche Antwort auf eine Beschwerde wirkt stärker als zehn Fünf-Sterne-Bewertungen ohne Reaktion.
7. Der Link zur Webseite
Klingt selbstverständlich, fehlt aber erstaunlich oft oder führt auf eine alte Adresse. Der Link gehört auf die Seite, die den Betrieb erklärt, und diese Seite muss dieselben Angaben tragen wie das Profil: Name, Anschrift, Telefon, Öffnungszeiten.
Was danach zählt
Ein gepflegtes Profil ist die Grundlage. Darauf aufbauen lässt sich mit Bewertungen, die Sie aktiv erbitten, mit Beiträgen zu Aktionen und Terminen und mit einer Webseite, die dieselben Fakten maschinenlesbar bereitstellt. Genau diese Fakten holen sich inzwischen auch die KI-Assistenten, wenn jemand sie nach einem Betrieb in Frankfurt fragt.